9 grundlegende Techniken, die jeder DJ beherrschen muss

von Axel Kröger

 

DJing ist die Kombination aus handwerklichem, technischem Geschick und Kreativität. Ob du auf Hauspartys oder in Clubs auflegst, einige grundlegende Skills solltest du in jedem Fall beherrschen, bevor du dich der Crowd präsentierst. Im Folgenden gehen wir daher auf die Techniken ein, die wirklich jeder DJ beherrschen sollte.

 

Beatmatching

Beim Beatmatching geht es darum, die Tempi zweier Tracks aneinander anzugleichen, sodass die Beats praktisch synchron laufen. Ziel des Ganzen ist es, dass beim Übergang zwischen zwei Liedern keine abrupte Pause entsteht. Der Takt soll unverändert weiterlaufen, damit auch die Leute genauso weitertanzen können. Du beginnst mit dem richtigen Tempo des ersten Tracks, hörst den zweiten Track im Kopfhörer vor und drehst am Pitch-Fader, bis die Beats deckungsgleich sind.

 

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Übergänge (Mixing)

Beim Übergang von einem zum nächsten Song geht es nicht nur darum, den Takt anzugleichen, sondern auch die Lautstärke, EQ-Anpassungen und Fades so zu gestalten, dass der Wechsel wie aus einem Guss wirkt. Hierbei ist auch Kreativität gefragt. Mit verschiedenen Effekten kannst du den Übergang so beispielsweise in die Länge ziehen oder mit Loops arbeiten. Hier spielt auch der richtige Einsatz des Mixers eine Rolle, und warum es sinnvoll ist, sich nicht nur auf Automatikfunktionen zu verlassen, sondern die Regler zu verstehen.

 

EQ-Kontrolle

EQ steht für „Equalizer“ und bezeichnet die Kontrolle über Bass, Mitten und Höhen. Mit dem EQ „räumst“ du das Klangbild auf: den Bass beim Out-Track ein bisschen runter und beim In-Track hoch, damit sie nicht konkurrieren, das Mittenband weich, die Höhen klar. Wenn du den EQ verstehst, kannst du kraftvolle, saubere Mixe zaubern, statt einen matschigen Sound, der sich anhört, als würden die Songs um Platz im Frequenzspektrum kämpfen.

 

Cueing

Cueing meint das Vorhören eines Tracks über Kopfhörer, bevor du ihn über die Lautsprecher an dein Publikum ausspielst. Du markierst eine Stelle, bereitest den Einsatzpunkt vor und hörst ihn dir im Kopfhörer an, während die Menge den aktuellen Track hört. So kannst du sicherstellen, dass Tempo und Cue-Punkt stimmen, bevor du loslegst.

 

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Phrasing und Songstruktur

Jedes Lied ist in einem bestimmten Takt gehalten. Häufig sind 4/4-Takte, aber auch 6/8- oder 16tel-Takte sind häufig und decken ein breites Spektrum ab. Dazwischen gibt es immer wieder Breaks und Drops, also Stellen, an denen du als DJ wunderbar intervenieren und Übergänge einbauen kannst, auch wenn der ursprüngliche Track noch nicht zu Ende ist. Dies ist vor allem hilfreich, wenn Songs gegen Ende hin ausfaden, also immer leiser werden, du die Stimmung aber hochhalten willst.

 

Looping

Loops können Teile eines Songs wiederholen, um Übergänge zu verlängern oder Rhythmen zu verstärken. Gerade wenn ein Song gut bei deinen Zuhörern ankommt, kannst du mit diesem Kniff die Stimmung weiter anfachen. Moderne DJ-Softwares und Controller bieten Loop-Funktionen, mit denen du flüssige Übergänge oder komplizierte Mixtechniken gestalten kannst. Looping ist eine großartige Art, kreativ zu werden, ohne dass es chaotisch klingt.

 

Effekte

Effekte wie Delay, Reverb, Filter oder Flanger können einfache Übergänge in spannende Klanglandschaften verwandeln. Mit Effekten kannst du deiner kreativen Ader Ausdruck verleihen und zur „akustischen Dramaturgie“ beitragen. In Live-Situationen solltest du dir vorab überlegen, welche Effekte du wann und wie verwenden möchtest. Denn letztlich macht die richtige Dosis den optimalen Sound! Komplette DJ-Lösungen enthalten oft Mischpulte mit gängigen Effekten, sodass du vorab experimentieren kannst.

 

Scratching

Scratching ist die klassische Turntable-Technik, bei der der DJ den Tonträger rhythmisch vor und zurück bewegt. Auch wenn man heute oft mit digitalen Controllern arbeitet, gehört das Verständnis von Rhythmus, Timing und Ausdruck aus dem Scratching-Bereich zu den Skills, die einen DJ vom bloßen Knöpfchendreher unterscheiden.

 

Reading the Crowd

Die schönste technische Performance ist nichts wert, wenn sie niemanden berührt! Ein DJ muss spüren, wo das Publikum gerade steht und was es im wahrsten Sinne des Wortes bewegt: Braucht die Tanzfläche mehr Energie, einen ruhigeren Moment oder eine Überraschung? Songauswahl, Flow und Stimmung zu lesen ist eine Kunst für sich – und genau das macht gute DJs zu großartigen Entertainern! Wenn du noch auf der Suche nach dem passenden DJ-Equipment für deinen nächsten Gig bist, wirst du auf Maxiaxi garantiert fündig.