7 gute Gründe für eine Reise nach Prag

Anna Müller / Juni 30 2016

Sie beheimatet die älteste deutschsprachige Universität der Welt, besticht durch eine einzigartige Mischung von verwinkelten Gässchen und Habsburger Prachtbauten und war Lebensmittelpunkt des bis heute geheimnisumwitterten Schriftstellers Franz Kafka: Die „goldene Stadt“ Prag. Wer hierher kommt, findet einen Ort, der zwischen gestern und heute zu schweben scheint und wo jede Gasse, jedes Häuschen und jedes Wahrzeichen einen Hauch seiner tausendjährigen Geschichte verströmt. Wir zeigen Ihnen 7 gute Gründe, am besten noch heute Ihre Koffer zu packen und nach Prag zu reisen.

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Nr. 1: Prag ist stets im Wandel

Der politische und kulturelle Mittelpunkt der Tschechischen Republik zeigt trotz tausendjähriger Vergangenheit Tendenz zur Moderne und befindet sich in permanenter Bewegung: Während der historische Stadtkern rechts und links der Moldau seit Jahrhunderten nahezu unverändert bleibt, ist das Zentrum der Stadt in permanenter Fluktuation: Wo eben noch eine Bäckerei war, ist im nächsten Monat eine Mode-Boutique und wo gestern noch eine Diskothek war, befindet sich plötzlich ein futuristischer Bücherladen.

Nr. 2: Prag ist gut und günstig erreichbar

Natürlich können Sie Prag per Flugzeug und Bahn erreichen – weitaus praktischer und außerdem günstiger ist es jedoch, wenn Sie den Flixbus nehmen. Die drei Fernbus-Stationen in der Stadt werden mehrmals täglich angefahren und die Tickets sind, je nach Startort, schon für unter 15 Euro zu haben. Darüber hinaus sind Sie mit dem Flixbus extrem flexibel, da gebuchte Fahrten häufig sogar wenige Tage vor Reiseantritt noch storniert oder umgebucht werden können – und das vollkommen unentgeltlich.

Nr. 3: Ein Urlaub in Prag ist preiswert

Was für die Anreise gilt, gilt auch für die Stadt selbst: Die tschechische Hauptstadt ist bekannt für seine geringen Lebenshaltungs- und Übernachtungskosten. Gemessen am Preis-Leistungs-Verhältnis stechen vor allem die A&O Hostels hervor, in denen die jeweils besten Elemente aus Hotel und Jugendherberge miteinander kombiniert werden, um den Gästen ein Bett des 2-Sterne-Standards in bester Lage bereits ab 9 Euro pro Nacht bieten zu können. Auch die Preise in der Gastronomie liegen deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, sodass Sie hier bedenkenlos auch einmal richtig nobel schlemmen können.

Nr. 4: Prag ist ein Museum unter freiem Himmel

Die „Goldene Stadt“ gehört zu den wenigen Hauptstädten der ehemaligen Donaumonarchie, die während des Krieges weitgehend von Bombenangriffen verschont geblieben sind. Aus diesem Grund können Sie hier ein beeindruckendes und – in dieser Intensität – weltweit einzigartiges Nebeneinander von Bauwerken im romanischen, gotischen und im Renaissancestil bewundern, die gleichberechtigt neben verschnörkelten Barockbauten und klassizistischen Bauwerken jüngeren Datums stehen. Ein nationales Kulturdenkmal, das die Baustilepochen von fast 12 Jahrhunderten spiegelt, ist beispielsweise die Prager Burg. Übrigens: Seitdem Kaiser Karl IV im 14. Jahrhundert die Türme der Prager Burg vergolden ließ, trägt die Stadt ihren klangvollen Beinamen.

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Nr. 5: Prag ist ein Paradies für Kulturliebhaber

Wer sich unter freiem Himmel nicht satt sehen kann, dem stehen zahlreiche Museen zur Verfügung. Die Eintrittspreise liegen hier deutlich unter dem Durchschnittspreis anderer Städte, da Prag daran interessiert ist, auch den eigenen Landsleuten den Kulturgenuss zu ermöglichen. Ein Tipp: Da manche Museen keine deutschen oder englischen Erklärungstexte haben, lohnt es sich, eine geführte Tour zu buchen.

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Nr. 6. In Prag reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste

Einmal Prag, immer Prag. Und das nicht nur, weil die Stadt ihre Besucher sofort in ihren Bann zieht, sondern weil, wie schon Prag-Liebhaber Thomas Mann sagte, ein Leben nicht ausreiche, um die ganze Stadt kennenzulernen. Wohin Sie auch schauen, sehen Sie beeindruckende Gartenanlagen, (kunst)historische Denkmäler und nationale Wahrzeichen. Für Ihren ersten Besuch in der Stadt der tausend Türme sollten Sie sich also genau überlegen, was Sie sehen möchten. Als „Einstiegsprogramm“ sollten Sie auf jeden Fall den Veitsdom und die Karlsbrücke besuchen, welche die Prager Altstadt mit der Kleinseite (andere Seite der Moldau) verbindet.

Nr. 7: Der jüdische Friedhof in der Prager Altstadt

Last but not least: Der Alte jüdische Friedhof in Prag, der unter anderem durch den 2010 erschienenen Roman von Umberto Eco („Der Friedhof in Prag“) einem größeren Publikum bekannt geworden ist, zählt zu den beeindruckendsten jüdischen Totenstätten Europas. Hier liegen in neun Schichten rund 200.000 Gräber übereinander, deren erstes vermutlich im 15. Jahrhundert ausgehoben wurde. In den folgenden Jahrhunderten hat man aus Platzgründen immer mehr Erde aufgeschüttet, sodass die Steine mittlerweile dicht an dicht stehen. Die bekannteste Persönlichkeit auf dem Prager Friedhof ist der Schöpfer des mythenumwitterten Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel (genannt Rabbi Löw). Der Friedhof befindet sich in der Prager Altstadt in dem ehemals jüdischen Viertel Josefov.

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