Es ist stickig. Durchatmen fällt schwer. Die Raumluft grenzt an tropisches Klima. Ganz klar, hier sollte ordentlich durchgelüftet werden. Ist zu wenig Sauerstoff in der Raumluft, kann das gesundheitsgefährdend sein und die Leistungsfähigkeit massiv beeinflussen. Gesund durchatmen, mit optimaler Pflanzenauswahl, richtiger Lüftung und Feuchtigkeitsmessung – so klappt‘s.

Gute Raumluft ist wohltuend und leistungssteigernd

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Schlechtes Raumklima: Häufig geht es auf die Atemwege

Wie schädlich ist schlechtes Raumklima tatsächlich? Zu trockene Raumluft macht sich rasch in den Atemwegen bemerkbar. Der Hals kratzt, der Mund wird ebenfalls trocken, auch die Nase. Fehlt der Raumluft Sauerstoff und Feuchtigkeit, bedeutet das Höchstleistungen für Lunge und Co. Auf lange Sicht gesehen kann dies zu Schädigungen führen, beispielsweise eingeschränkte Lungenaktivität oder chronische Empfindlichkeiten.

Täglich mehrmals lüften und eine frische Sauerstoffbrise sind optimal für das angenehme Raumklima.

Tägliches Lüften ist deshalb besonders wichtig. Am besten mehrmals täglich, nicht nur an heißen Sommertagen. Stoßlüften ist besser als ständig gekippte Fenster, vor allem im Winter. Um Energie zu sparen, temporär für kräftigen Durchzug durch weit geöffnete Fenster sorgen und sie danach wieder schließen. Fehlt die Lüftung und ist die Raumtemperatur zu hoch, kann es durch viele Pflanzen oder in Feuchträumen zu einem nah zu tropischem Klima kommen. Wer sich den manuellen Lüftungsaufwand ersparen möchte, kann auf technologische Unterstützung setzen. Lüftungsanlagen helfen dabei, die Raumtemperatur individuell zu regulieren und auf einheitlichem Niveau zu halten. Sie verfügen häufig sogar über mehrere Funktionen. Neben dem Lüften können sie auch kühlen, heizen oder für die Warmwasseraufbereitung sorgen.

Der gute Schlaf ist wichtig für die Gesundheit

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Was passiert, wenn Lüftung fehlt und Feuchtluft überwiegt?

Zu feuchtes Raumklima ist häufig sogar Nährboden für zahlreiche Schimmelarten. Geraten die Schimmelsporen in Atemwege, kann auch dies zu (chronischen) Entzündungen führen. Zu warme Raumtemperatur ist ebenfalls kontraproduktiv, vor allem im Schlafzimmer.

Ist die Temperatur zu hoch, schlafen wir unruhiger. Der Grund: Normalerweise sinkt die Körpertemperatur nachts bedingt durch biochemische Prozesse. Ist es im Schlafzimmer aber zu warm, gelingt dies nicht. Die Folge: zusätzliches Schwitzen und Unruhe. Noch schlimmer: Die eigentlich erholsame Schlafphase wird gestört, was weitere Symptome wie Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder Antriebslosigkeit mit sich bringen kann.

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit: häufig ein Zeichen von zu schlechter Raumluft mit Sauerstoffmangel.

Pflanzen für gute Raumluft

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Gutes Klima in jedem Raum: die optimalen Temperaturen für Schlafzimmer und Co.

Experten empfehlen für die verschiedenen Räume eine individuelle Temperatur. Im Wohnzimmer beispielsweise geht es vor allem um gemütliche Atmosphäre. Sie wird nicht nur durch Licht, Dekoration und Mobiliar geschaffen, sondern auch durch die richtige Temperatur. Das Wohnzimmer ist meist Lebensmittelpunkt, in dem sich die Familie versammelt. Eine Temperatur von 20° bis ca. 23° ist optimal. Im Sommer darf es natürlich deutlich kühler sein.

Das Schlafzimmer hat eine Optimaltemperatur zwischen 16° und 18°. Wer besonders empfindlich ist, kann es mit bis zu 20° auch etwas wärmer haben. Aber Vorsicht, eine hohe Raumtemperatur gepaart mit dickem Bettzeug führt häufig zum Schwitzen und zum unruhigen Schlafverhalten.

In der Küche sind 18° bis 20° optimal. Durch das Kochen erhöht sich die Temperatur häufig ohnehin temporär, sodass es etwas kühler sein darf. Im Badezimmer ist eine Temperatur zwischen 20° und 23° angenehm. Ist es zu kalt, kann passieren, sich nach dem Badevergnügen oder Duschen zu verkühlen. Im Flur ist eine Temperatur zwischen 15° und 18° ausreichend. Dieser Bereich des Wohnraumes wird selten genutzt. Deshalb ist unnötige Wärme hier nicht notwendig.

Für optimalen Schlafkomfort ist eine Raumtemperatur zwischen 16° und 18° optimal, mit ausgewogener Luftfeuchtigkeit.

Pflanzen sind gut für die Gesundheit

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Luftfeuchtigkeit optimal steuern: Bis 65 % sind genau richtig

Eine optimale Luftfeuchtigkeit spielt für Wohlbefinden und Produktivität eine wesentliche Rolle. Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering und sinkt beispielsweise unter 30 %, fühlen wir uns häufig antriebslos, schlapp und müde. Außerdem fällt das Sprechen immer schwerer, denn der Mund und die Luftröhre scheinen mit jedem Wort immer trockener zu werden.

Ein Hygrometer hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit zu messen. Um Atemwegserkrankungen oder Erkältungen zu vermeiden, ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 30 % und 65 % optimal. Der Grund: Ist die Luft zu trocken, überleben die Erkältungsviren deutlich länger und können sich in den Schleimhäuten einnisten.

Ist es im Raum zu trocken, sorgt Stoßlüftung rasch für Abhilfe. Feuchte Tücher in Nähe der Heizung oder Gefäße mit Wasser helfen ebenso.

Tipp: Pflanzen für ein besseres Raumklima

Pflanzen sind nicht nur optischer Hingucker, sondern verbessern umweltschonend das Raumklima. Durch ihre Fotosynthese nehmen sie Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und wandeln es in Sauerstoff um. Das ökologische Sauerstoff-Kraftwerk funktioniert mit einer idealen Pflanzenkombination besonders gut. Chlorophytum elatum, besser bekannt als Grünlilie, ist nicht nur besonders pflegeleicht, sondern bindet Xylole. Diese organisch-chemischen Verbindungen können für Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen sorgen. In einigen Fällen kommt es auch zu Leber- oder Nierenschäden sowie Beeinträchtigungen der Lunge, wenn permanent zu viele Xylole eingeatmet werden. Eine Studie der NASA brachte Erstaunliches ans Licht: Die Grünlilie kann innerhalb von 24 Stunden bis zu 90 % gesundheitsschädlicher Formaldehyde aus der Luft filtern.

Sogar die NASA ist von diesem ökologischen Filtersystem begeistert: Die Grünlilie filtert bis zu 90 % Giftstoffe aus der Luft.

Das Einblatt (Spathiphyllum) ist mit ihren dicken und sattgrünen Blättern nicht nur optischer Hingucker, sondern auch ein wahres Wunder zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit. Wie Experimente ergaben, schafft die Pflanze es (abhängig von der Wuchshöhe) die Luftfeuchtigkeit in Räumen innerhalb kürzester Zeit um bis 5 % anzuheben. Außerdem filtert die Pflanze Schadstoffe wie Formaldehyd, Ammoniak, Benzol oder Trichlorethylen. Allerdings Vorsicht, denn die Pflanze ist für Haustiere giftig und auch Allergiker könnten auf die Berührung der Blätter reagieren.

Eine Geheimwaffe im Haushalt gegen schlechte Luft und allerhand Erkrankungen ist Aloe Vera. Die Pflanze ist pflegeleicht, sorgt für frische Luft und ihr Saft kann die Wundheilung fördern. Ihre wahre Stärke zeigt sich in der Nacht. Die Pflanze gibt in dieser Zeit Sauerstoff ab und sorgt so für ein angenehmes Raumklima im Schlaf. Ein weiterer Vorteil: Giftstoffe wie Formaldehyd werden von der Aloe Vera ebenfalls aufgenommen.

Ökologisches Raumluftwunder: Der Bogenhanf filtert nicht nur Schadstoffe, sondern bringt neuen Sauerstoff in die Luft.

Der Bogenhanf gehört zu den besonders robusten Pflanzen. Er ist äußerst pflegeleicht und benötigt nur ca. einmal pro Woche Wasser. Auch er wird nachts zum wahren Sauerstofflieferant und filtert zahlreiche Schadstoffe aus der Atemluft.

Der gemeine Efeu konnte in der NASA-Studie ebenfalls überzeugen. Die Experten fanden heraus, dass er mehr als 90 % aller Schadstoffe der Luft filtert. Darüber hinaus verfügt er über eine Geheimwaffe: Er kann sogar Schimmelsporen aufnehmen. Damit ist die immergrüne Pflanze optimal für feuchtwarme Standorte geeignet. Allerdings Vorsicht, denn bereits die Berührung kann für Tiere und Menschen giftig sein. Am besten erhöht für Kinder und Tiere unzugänglich platzieren.

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