Die Operation der Augenkrankheit Grauer Star, auch als Katarakt-Operation bekannt, zählt zu den häufigsten Augenbehandlungen. Beim Grauen Star wird die Augenlinse trüb und das Sehvermögen schwindet, sodass nur eine operative Behandlung helfen kann, um wieder scharf zu sehen. Hier lesen Sie alles über den Ablauf des Eingriffs, Komplikationen, Kosten und das Verhalten nach der Operation.

Die Operation im Überblick

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Bei der Operation des Grauen Stars wird unter örtlicher Betäubung die eigene, eingetrübte Augenlinse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Im Fachjargon bezeichnet man diese als Intraokularlinse. In manchen Fällen ist nach einigen Wochen eine weitere Operation dieser Art nötig, da Grauer Star oft beide Augen betrifft, zunächst aber nur das stärker betroffene behandelt wird.

Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und hat keine wesentlichen Nebenwirkungen. Das Krankenhaus dürfen Sie wenige Stunden nach der Operation wieder verlassen, allerdings sollten Sie nicht selbst Auto fahren. Wieder möglich ist das aber bereits eine Woche nach dem Eingriff, ebenso wie lesen oder Fernsehen. Wie gut das vollständige Sehvermögen wiederhergestellt werden kann, hängt von Alter des Patienten und Stadium des Grauen Stars ab.

Wann Grauer Star operiert werden sollte

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Da Grauer Star auf lange Sicht sogar dazu führen kann, dass man erblindet, ist ein operativer Eingriff bei dieser Krankheit meist die richtige Entscheidung. Zudem handelt es sich um eine Behandlung, die sehr routiniert durchgeführt wird.

Eine Operation ist immer dann nötig, wenn durch die Krankheit der Alltag stark beeinträchtigt wird. Das kann einerseits zum Beispiel das Autofahren betreffen, andererseits aber auch bestimmte Berufsbilder wie Pilot oder Profisportler.

Ablauf der Grauer-Star-Operation

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Bei der Operation des Grauen Stars wird das Auge zunächst betäubt. Das geschieht entweder mit Augentropfen oder durch eine lokal gesetzte Spritze. Nach der Betäubung wird der Schnitt in die Hornhaut gesetzt, der nötig ist, um die künstliche Linse einsetzen zu können.

Phakoemulsifikation

In der Regel wird der Graue Star mit dieser Vorgehensweise behandelt. Der Schnitt in die Hornhaut beträgt hier nur 2-3 Millimeter und ist gerade so groß, dass der verhärtete Linsenkern mittels Ultraschall oder Laser aufgelöst und abgesaugt werden kann.

Sobald das geschehen ist, wird die künstliche Linse eingesetzt. Sie ist zunächst zusammengefaltet, damit sie durch den winzigen Einschnitt passt. Erst nach dem Einsetzen entfaltet und fixiert sie sich im sogenannten Kapselsack, der Hülle der Augenlinse. Da der Schnitt klein ist, muss nicht genäht werden.

Intrakapsuläre Cataractexktraktion (ICCE)

Diese Methode kommt dann zur Anwendung, wenn der Graue Star schon weiter fortgeschritten ist und eine einfache Entfernung der Linse nicht ausreicht. Bei der ICCE muss ein Schnitt von 8-10 Millimetern Breite gesetzt werden, durch den nicht nur die Linse, sondern auch die Kapselhülle entfernt wird. Ist die Kunstlinse im Auge, wird der Schnitt vernäht.

Extrakapsuläre Cataractexktraktion (ECCE)

Ist der Graue Star in einem Stadium, in dem er bereits die innerste Hornhautschicht angreift, wird diese Methode eingesetzt. Durch einen 7 Millimeter langen Schnitt wird die Linse entfernt, ohne vorher zerkleinert zu werden. Auf diese Weise wird die ohnehin bereits geschädigte Hornhaut geschont.

Komplikationen und Risiken

Bei Augenoperationen denken viele Patienten womöglich zuerst an Schmerzen. Diese sind allerdings im Fall einer Grauen-Star-Operation nicht zu erwarten. Da eine künstliche Linse eingesetzt wird, kann es lediglich passieren, dass man für einige Tage den Fremdkörper im Auge leicht spürt. Weitere Folgeerscheinungen sind im Folgenden aufgelistet.

Sehstörungen

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Je nach Art der künstlichen Linse kann es passieren, dass nach der Operation eine Brille benötigt wird. Denn nicht alle Varianten machen es dem Auge möglich, sich auf verschiedene Distanzen einzustellen, sodass die Sicht in die Ferne oder auf kurze Entfernung schlechter werden kann. Mit sogenannten Multifokallinsen kann das Problem aber umgangen werden.

Ist der Graue Star sehr weit fortgeschritten und die Linse bereits stark eingetrübt, muss damit gerechnet werden, dass die Sehkraft auch nach der Operation nicht optimal ist. In solchen Fällen wird eher operiert, um zu verhindern, dass die Linsenkapsel zu sehr anschwillt und reißt.

Mögliche Komplikationen

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Die Operation des Grauen Stars als Routineeingriff verläuft in 99 Prozent der Fälle ohne Risiken und Nachwirkungen. Nur in rund 4 Prozent der Fälle kann ein sogenannter „Nachstar“ auftreten. Das bedeutet, dass der hintere Teil der Linsenkapsel eintrübt, was allerdings in einem weiteren Eingriff problemlos behoben werden kann. Ansonsten können in sehr seltenen Fällen folgende Komplikationen auftreten:

– Kapselriss

– Entzündungen durch Bakterien im Augeninneren

– Blutungen

Nachsorge

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Unmittelbar nach der Operation muss für mehrere Stunden ein Salbenverband über dem operierten Auge getragen werden. So wird verhindert, dass Schmutz in die Wunde gelangt. In der Woche nach dem Eingriff sollte der Verband auch nachts getragen werden, damit nicht durch versehentliches Augenreiben eine Verletzung entsteht.


Regelmäßige Kontrollen
 durch den behandelnden Arzt sind Pflicht, ansonsten kann der Alltag aber schnell wieder wie gehabt weitergehen. Lediglich Schwimmen, Tauchen, Saunagänge etc. sollten in der ersten Zeit nach dem Eingriff vermieden werden. Sollte eine neue Brille nötig werden, kann sie nach 1-2 Monaten angepasst werden.

Kosten

In der Regel übernimmt die private bzw. gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Grauer-Star-Operationen. Informieren Sie sich allerdings rechtzeitig, welche Art Eingriff und Linse erstattet werden, denn es können bis zu 3000 Euro pro Auge anfallen.

Grundsätzlich handelt es sich um eine Operation, die sich deutlich lohnt, denn gegenüber einer Risikowahrscheinlichkeit von 1 Prozent steht eine große Verbesserung von Lebensqualität bzw. Gesundheit.

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