Vampir schminken in 6 Schritten zu Halloween 2026

Das beste Last-Minute-Kostüm braucht kaum mehr als ein bleiches Gesicht und einen Tropfen Blut, vorausgesetzt Sie gehen der Reihe nach vor.

von Anna Müller Aktualisiert:

Kreideweiße Haut, tief eingefallene Augen, ein blutroter Mund, aus dessen Winkel ein einzelner Tropfen läuft: Der klassische Vampir ist eines der wenigen Halloween-Kostüme, das fast ausschließlich über das Gesicht funktioniert. Vampir schminken gelingt am zuverlässigsten mit einem klaren Aufbau, statt wahllos Farbe zu verteilen. Wer die hellen Flächen zuerst anlegt und die Farbe erst zum Schluss setzt, bekommt weiche Übergänge und ein Gesicht, das eingefallen und untot aussieht.

Kurz gesagt

  • Grundierung zuerst: Das ganze Gesicht bleich abtupfen, dann Wangen, Nase und Augenhöhlen grau schattieren.
  • Augen und Lippen: Dunkler Lidschatten macht den Blick finster, blutroter Lippenstift setzt den harten Kontrast.
  • Blut und Details: Ein Tropfen Kunstblut am Mundwinkel, dazu Zähne oder Kontaktlinsen, vollenden den untoten Look.
  • In sechs Schritten: Wer der Reihenfolge folgt, braucht keine Übung und ist in etwa 20 Minuten fertig.

Bevor es losgeht, legen Sie alles griffbereit hin. Das meiste haben Sie vielleicht schon zu Hause, den Rest gibt es günstig im Kostüm- oder Drogeriegeschäft.

Das brauchen Sie

  • Weiße Aqua- oder Theaterschminke
  • Dunkler Konturpuder oder Lidschatten (Grau/Schwarz)
  • Blutroter Lippenstift
  • Kunstblut (fertig oder selbst gemacht)
  • Make-up-Schwamm und feiner Pinsel
  • Fixierpuder oder Setting-Spray
  • Optional: Vampirzähne zum Aufstecken
  • Optional: rote oder graue Kontaktlinsen

Vampir schminken in 6 Schritten

  1. Schritt 1: Haut bleichen. Weiße Aqua-Schminke mit einem feucht angetupften Schwamm von der Gesichtsmitte nach außen auftragen, bis Stirn, Wangen, Nase und Hals gleichmäßig blass sind. Lieber zweimal dünn tupfen als einmal dick.
  2. Schritt 2: Konturen setzen. Mit grauem oder schwarzem Puder Wangenknochen, Nasenflügel, Schläfen und Kinn schattieren. So wirkt das Gesicht eingefallen und kantig, wie bei einem Untoten.
  3. Schritt 3: Augen vertiefen. Die Augenhöhlen mit dunklem Lidschatten ausschattieren und nach oben verblenden. Die Brauen von der Mitte zur Spitze kräftig nachziehen, das macht den Blick finster.
  4. Schritt 4: Lippen betonen. Blutroten oder dunkelroten Lippenstift auftragen, die Kontur ruhig etwas unscharf lassen. Für aufgemalte Zähne vorher einen schmalen weißen Streifen auf die Unterlippe setzen.
  5. Schritt 5: Bluteffekt. Einen Tropfen Kunstblut in den Mundwinkel geben und mit einem Wattestäbchen nach unten ziehen. Weniger ist gruseliger als ein ganzer Schwall.
  6. Schritt 6: Details und Fixieren. Vampirzähne aufstecken, optional Kontaktlinsen einsetzen und das Haar toupieren. Zum Schluss alles mit Fixierpuder oder Setting-Spray abpudern, damit nichts verschmiert.
Nahaufnahme: Hände tragen mit Schwamm weiße Grundierschminke auf
Ein feucht angetupfter Schwamm verteilt die weiße Grundierung gleichmäßiger als ein trockener Pinsel. ©Archzine.net | Illustration: KI-generiert
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Entscheidend ist, wie feucht der Schwamm ist: Leicht angefeuchtet legt er die weiße Schminke gleichmäßiger an und lässt sie weniger kreidig wirken. Die grauen Konturen danach gelingen mit einem weichen, abgeschrägten Pinsel genauer als mit dem Finger, der die Farbe leicht verwischt.

Schritt für Schritt Grafik: Grundierung, Kontur, Augen, Lippen, Blut, Details
Grafik: sechs Schritte führen von der bleichen Grundierung bis zum fertigen Vampir-Look. Grafik: KI-generiert

Drei Vampir-Looks zum Nachschminken

Vampir ist nicht gleich Vampir. Je nach Anlass und Geschmack führen drei Wege zum Ziel, vom düsteren Klassiker bis zur schnellen Kinder-Variante. Wer noch unentschlossen ist, findet in unserer Sammlung mehr Halloween-Schminkideen.

Klassischer Dracula

Der Klassiker ist streng und kantig: kreideweiße Haut, tiefschwarze Konturen und makellos zurückgekämmtes Haar. Hier dürfen die spitzen Zähne ruhig deutlich zu sehen sein, dazu ein hoher Mantelkragen. Dieser Look lebt vom starken Kontrast, halten Sie Weiß und Schwarz also klar getrennt und verwischen Sie die Ränder nur wenig.

Klassischer Dracula Look: schwarze Kontur, spitze Vampirzähne, blutiger Mundwinkel
Diese Konturtechnik betont Wangenknochen, Nase und Kinn für ein eingefallenes, untotes Gesicht. ©Archzine.net | Illustration: KI-generiert

Moderner Glam-Vampir für Frauen

Wer es eleganter mag, ersetzt das matte Grau durch ein schimmerndes Lidschatten-Pigment in Violett oder Anthrazit und wählt einen hellen, kühlen Hautton statt reinem Weiß. Glänzende blutrote Lippen und leicht toupiertes Haar machen daraus einen partytauglichen Look, der auch auf Fotos gut wirkt. Rote oder graue passende Kontaktlinsen für Halloween setzen das i-Tüpfelchen.

Vampir schminken modern: glänzende rote Lippen, schimmernde dunkle Augen
Schimmerndes Lidschatten-Pigment statt mattem Grau gibt diesem Look seinen glamourösen Twist. ©Archzine.net | Illustration: KI-generiert

Schneller Vampir für Kinder

Für Kinder darf es deutlich schlichter sein: eine hell getönte Grundierung, rote Lippen und zwei kleine Blutstropfen genügen für den Aha-Effekt. Verzichten Sie bei den Kleinen auf Kontaktlinsen und aufgesteckte Zähne und nehmen Sie hautfreundliche Kinderschminke, die sich mit Wasser abwaschen lässt.

Kunstblut selber machen

Fertiges Filmblut gibt es günstig zu kaufen, doch ein überzeugendes Kunstblut rühren Sie in zwei Minuten selbst an. Verrühren Sie ein paar Esslöffel Puderzucker mit etwas Wasser oder hellem Sirup zu einer zähflüssigen Masse und färben Sie sie mit roter Lebensmittelfarbe. Ein einziger Tropfen blaue oder grüne Farbe nimmt dem Rot den grellen Ton und macht es dunkler und realistischer.

Testen Sie die Konsistenz auf dem Handrücken: Sie soll langsam laufen, nicht sofort abtropfen. Auf die Kleidung gehört das Blut trotzdem nicht, denn Lebensmittelfarbe fleckt. Wenn Ihnen der Vampir am Ende zu brav wirkt, liefern unsere weitere Halloween-Gesichter zum Nachschminken Nachschub an Ideen.

Die meisten Vampir-Pannen passieren aus Eile. Diese Punkte sparen Ihnen Ärger vor dem Spiegel und nach der Party.

Häufige Fehler und Sicherheit

  • Zu dick aufgetragen: Kreidiges, rissiges Weiß wirkt billig. Lieber dünn tupfen und am Ende mit Fixierpuder mattieren.
  • Nicht fixiert: Ohne Puder oder Setting-Spray verschmiert die Schminke schon nach der ersten Umarmung.
  • Empfindliche Haut: Machen Sie am Vortag einen Patch-Test in der Armbeuge und tragen Sie nichts auf gereizte oder verletzte Haut auf.
  • Kontaktlinsen: Nur mit sauberen Händen einsetzen, nie über Nacht tragen und niemals mit anderen teilen.
  • Abschminken: Öl oder eine reichhaltige Reinigungscreme löst die Farbe schonend, ein altes Handtuch schützt vor roten Flecken.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange hält das Vampir-Make-up und wie fixiere ich es?
Mit einer Schicht Fixierpuder und einem Hauch Setting-Spray übersteht der Look einen ganzen Party-Abend. Ohne Fixierung hält reine Aqua-Schminke nur ein bis zwei Stunden, bevor sie an Kragen und Händen verschmiert.
Wie schminke ich Vampirzähne auf, wenn ich kein Gebiss habe?
Tupfen Sie mit einem feinen Pinsel und weißer Schminke zwei spitze Dreiecke auf die trockene Unterlippe, direkt neben die vorderen Schneidezähne. Das Weiß muss gut durchtrocknen, sonst verläuft es. Ein Hauch Fixierpuder darüber macht die Zähne haltbar.
Wie bekomme ich Schminke und Kunstblut ohne Flecken wieder ab?
Lösen Sie die Farbe zuerst mit reichlich Öl oder einer Reinigungscreme an und wischen Sie sie mit einem dunklen Tuch ab, bevor Sie mit Wasser nacharbeiten. Kunstblut auf Kleidung sofort auswaschen, denn Lebensmittelfarbe zieht sonst ein.
Was ziehe ich zum geschminkten Vampir an?
Am besten Schwarz oder tiefes Dunkelrot, dazu ein Umhang, ein Stehkragen oder ein Spitzenkragen für den historischen Touch. Ein weißes Hemd unter dunklem Sakko bringt den Dracula-Look, samtige Stoffe wirken bei der Frauen-Variante festlicher.

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Anna Müller
Redakteurin für Wohnen, Einrichten & Lifestyle · Schreibt über: Wohnen & Dekoration · Aktualisiert am 24. Juli 2026

Anna Müller schreibt seit 2014 für archzine.net und hat in dieser Zeit über 1.900 Beiträge veröffentlicht. Ihr Zuhause ist zugleich ihr Thema: Am liebsten schreibt sie über Dekoration, Einrichtungsideen, Möbel und Wohnideen, dazu über Lifestyle, Gartengestaltung und DIY-Projekte zum Selbermachen. Ihre Texte entstehen aus der Freude am gemütlichen Wohnen – praktisch, saisonal und nah am Alltag. Wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt, liegt meist ihre Maine-Coon-Katze in der Nähe.