Weihnachtsmann-Kostüm: kaufen oder selber machen?
Ob spontan aus dem Bademantel oder gekauft von der Stange: Am Ende verrät der Bart, wer wirklich Weihnachtsmann ist.
Material, Passform und ein dichter Bart entscheiden, ob ein Weihnachtsmann-Kostüm überzeugt oder nach billigem Faschingsartikel wirkt. Hier lesen Sie, woran Sie ein gutes Set erkennen, wie Sie aus einem roten Mantel ohne Nähen selbst eines improvisieren und welche Variante zu Baby, Kind, Erwachsenen und Weihnachtsfrau passt.
Zwei Wochen vor Heiligabend fällt der Satz: „Du machst dieses Jahr den Weihnachtsmann.“ Jetzt zählt, dass das Kostüm sitzt, nicht kratzt und den ganzen Abend durchhält. Ein überzeugendes Weihnachtsmann-Kostüm scheitert dabei selten am guten Willen, sondern an drei Kleinigkeiten: am Sitz, am Material und am Bart. Zum Ziel führen zwei Wege: Beim Kauf kommt es darauf an, dass ein preiswertes Set trotzdem nach etwas aussieht, beim Selbermachen wird aus einem roten Mantel ganz ohne Nähmaschine ein Last-Minute-Kostüm. Dazu die passenden Varianten für Weihnachtsfeier, Bescherung und Nikolaus, für Baby, Kind, Erwachsene und die Weihnachtsfrau.
Kurz gesagt
- Grundausstattung: Roter Mantel mit weißem Saum, Mütze, Gürtel mit Schnalle und ein weißer Rauschebart ergeben den klassischen Look.
- Kaufen oder selber machen: Ein Fertig-Set ist in Minuten startklar, die No-Sew-Variante aus rotem Mantel plus Plüschband kostet weniger und geht zur Not über Nacht.
- Passform: Die meisten Kostüme sind großzügige Einheitsgröße, der Gürtel stellt die Taille individuell ein.
- Der Bart entscheidet: Ein dichter, sauber sitzender Rauschebart trennt den echten Weihnachtsmann vom Faschingsartikel.
- Für die Kleinen: Bei Baby und Kind zählen kratzfreie Stoffe und die richtige Länge mehr als jedes Detail.
Woraus ein gutes Weihnachtsmann-Kostüm besteht
Das klassische Weihnachtsmann-Kostüm folgt einem festen Bauplan, und genau der macht die Figur auf einen Blick erkennbar. Den Kern bilden der lange rote Mantel mit breitem weißem Saum und die rote Zipfelmütze mit Plüschrand. Dazu kommen ein Gürtel mit auffälliger Schnalle, der weiße Rauschebart und Stiefelstulpen, die über die normalen Schuhe rutschen. Ein Jutesack für die Geschenke rundet das Set ab, manche Varianten legen weiße Handschuhe und eine passende Hose bei.
Entscheidend ist das Zusammenspiel. Rot und Weiß müssen kräftig sein, der Plüsch darf nicht dünn und grau wirken. Fehlt ein Element, kippt der Look ins Beliebige: Ein Weihnachtsmann ohne Gürtel sieht aus wie im Bademantel, ohne Bart wie ein Mann in Rot.

Kaufen: Passform, Material und Qualität beim Weihnachtsmann-Kostüm
Wer ein fertiges Set kauft, zahlt vor allem für zwei Dinge: Passform und Plüsch. Die meisten Modelle kommen als Einheitsgröße, großzügig geschnitten, damit ein Pullover darunterpasst und die Silhouette füllig wird. Der Gürtel holt die überschüssige Weite an der Taille wieder ein. Für sehr große oder sehr schmale Träger lohnt trotzdem der Blick auf die Maßangaben, denn auch „One Size“ hat Grenzen.
Beim Material dominiert Polyester. Es ist leicht, farbbeständig und knittert wenig, wirkt aber je nach Verarbeitung schnell billig-glänzend. Ein Kostüm aus mattem Samt oder Velours sieht deutlich edler aus als glatter Glanzstoff. Der wichtigste Unterschied steckt jedoch im Bart und im Plüsch: dichter, cremeweißer Kunstpelz statt dünner Watte. Halten Sie die Mütze kurz gegen das Licht, dann sehen Sie sofort, ob der Rand voll ist oder durchscheint.
| Kostüm-Typ | Material und Bart | Passt für |
|---|---|---|
| Basis-Set | dünner Plüsch, einfacher Polyesterstoff, kurzer Bart | Kinderfeier, kurzer Auftritt |
| Deluxe-Set | Samt oder Velours, voller Plüschrand, dichterer Bart | Weihnachtsfeier, Fotos |
| Profi-Kostüm | schwerer Stoff, Echt-Optik-Bart mit Gummizug, Handschuhe und Stulpen dabei | Bescherung mit Kindern, Bühnenauftritt |
Selber machen: aus rotem Mantel wird der Weihnachtsmann
Sie brauchen kein fertiges Set. Ein roter Bademantel oder Morgenmantel ist die perfekte Grundlage, weil er ohnehin die richtige Form hat: lang, weit und mit Gürtel. Der Rest ist Deko. Wer die Nähmaschine meidet, klebt statt zu nähen, dann steht das Kostüm in einer knappen Stunde. Noch mehr Ideen rund um die Figur finden Sie in unserer Sammlung zum Weihnachtsmann basteln, und wer öfter Kostüme selber macht, kennt die Grundtechnik schon.
Das brauchen Sie
- roter Bademantel oder langer Mantel
- weißes Plüsch- oder Pelzband (2 bis 3 m)
- doppelseitiges Stoffklebeband oder Nadel und Faden
- breiter Gürtel
- rote Zipfelmütze mit Plüschrand
- weißer Rauschebart mit Gummiband
- ein flaches Kissen für die Bauch-Silhouette

Schritt für Schritt zum eigenen Kostüm
- Mantel vorbereiten. Den roten Mantel bügeln, damit das Band glatt sitzt, und Saum, Ärmelenden sowie Kragen grob abmessen.
- Plüschband anbringen. Das weiße Band an Saum, Ärmeln und Vorderkante entlangführen und mit doppelseitigem Klebeband fixieren oder mit großen Stichen aufnähen.
- Silhouette formen. Ein flaches Kissen vor dem Bauch platzieren und den Gürtel darüber schließen, so entsteht die typische runde Form.
- Kopf komplettieren. Mütze aufsetzen, den Bart mit dem Gummiband hinter den Ohren einhängen und unter der Mütze verstecken.
- Feinschliff. Die Schuhe mit dunklen Socken oder schwarzen Überziehern kaschieren, weiße Handschuhe dazu, fertig.

Für Baby, Kind, Erwachsene und Weihnachtsfrau
Ein Kostüm sitzt bei jedem anders, und für die Kleinsten gelten eigene Regeln.
Baby: Hier zählt Komfort vor Optik. Wählen Sie einen weichen Overall aus Baumwollplüsch, ohne kratzenden Bart und ohne lose Kordeln am Hals. Ein Mützchen mit Bommel reicht als Weihnachts-Signal völlig, und alles lässt sich schnell wieder öffnen, wenn das Kind quengelt.
Kind: Bei Kindern ist die Länge entscheidend. Der Mantel darf nicht über den Boden schleifen, sonst wird er zur Stolperfalle. Achten Sie auf kratzfreie Nähte, einen Bart zum Abnehmen und einen Verschluss, den das Kind allein öffnet. Für den nächsten Anlass lohnen sich ohnehin Kinderkostüme, die alles mitmachen.
Erwachsene: Hier entscheidet die Passform. Der Gürtel formt die Taille, ein flaches Kissen sorgt für den runden Bauch. Wer schnell schwitzt, greift zu leichterem Stoff, denn unter Mantel, Mütze und Bart wird es warm.
Weihnachtsfrau: Die weibliche Variante ist ein rotes Kleid mit weißem Pelzsaum, dazu die klassische Mütze und optional ein weißer Muff. Knielang und tailliert wirkt sie festlich, ohne ins Kostümhafte zu kippen.

Profi-Tipps
- Bauch: Ein flaches Sofakissen unter dem Mantel formt die Silhouette besser als zusammengeknülltes Papier, das bei jeder Bewegung raschelt.
- Bartsitz: Etwas Puder auf Wangen und Kinn nimmt den Glanz, ein dünnes Haarnetz unter dem Bartgummi hält den Bart an seinem Platz.
- Schuhe: Schwarze Stiefelüberzieher oder dunkle Gummistiefel sparen den Kauf teurer Kostümstiefel.
- Charakter: Eine runde Brille und etwas Rot auf den Wangen machen aus dem Kostüm eine Figur, ganz ohne Deluxe-Set.
- Vorher prüfen: Sitz und Waschbarkeit testen Sie besser einen Tag vorher als zehn Minuten vor dem Auftritt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Größe brauche ich, und was bedeutet „Einheitsgröße“?
Wie mache ich einen Weihnachtsmann-Bart, der nicht verrutscht?
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