Jungs-Frisuren-Trends 2026: Diese Promi-Looks sind angesagt

Der Wunschzettel für den Friseurbesuch kommt heute selten aus einer Frisurenmappe — er kommt vom Handy. Ein Screenshot aus einem TikTok-Clip, ein Standbild von einem Popstar, ein Foto vom Lieblings-Fußballer: So entstehen die Jungs Frisuren Trends 2026. Genau darum geht es hier. Nicht darum, welcher Schnitt zu welchem Alter passt, sondern darum, welche Looks gerade wirklich angesagt sind — und warum ausgerechnet diese.
Wir haben die Trends nach ihren prominenten Vorbildern sortiert und sagen bei jedem dazu, für welchen Haartyp er funktioniert und was noch aktuell ist. So finden Sie schneller den Schnitt, der beim nächsten Termin wirklich sitzt.
Kurz gesagt
- Broccoli Haircut – enge Locken oben, kurze Seiten; der Gen-Z-Liebling nach Vorbild Timothée Chalamet und Jungkook.
- Mini Mullet – vorne kurz, hinten länger; durch Paul Mescal salonfähig geworden und erstaunlich alltagstauglich.
- Fade & Textured Crop – die Klassiker bleiben, werden aber feiner texturiert und mit sauberem Übergang getragen.
- K-Pop & Retro – asymmetrische Ponys, Farbe und Curtain Bangs bringen Popkultur direkt auf den Kopf.
Broccoli Haircut — der Gen-Z-Liebling
Der Broccoli Haircut ist der Look, der Eltern beim ersten Anblick oft stutzen lässt und Teenager sofort haben wollen. Oben sitzen dichte, enge Locken, die tatsächlich ein bisschen an einen Brokkoli-Kopf erinnern; die Seiten sind dagegen kurz verjüngt. Der Kontrast ist der ganze Trick.
Berühmt gemacht haben ihn junge Stars wie Timothée Chalamet und Jungkook von BTS — und über TikTok hat sich der Schnitt in Rekordzeit verbreitet. Er funktioniert am besten mit natürlicher Locke oder kräftiger Welle. Bei glattem Haar wird daraus schnell ein flacher Topf, deshalb lohnt hier ein ehrliches Wort vom Friseur, bevor geschnitten wird.
Zur Pflege: Eine walnussgroße Menge Lockencreme ins handtuchtrockene Haar kneten, nicht kämmen, und mit dem Diffusor auf niedriger Stufe trocknen. Wer die Locke offen ausschütteln lässt, bekommt genau das lockere Volumen, das den Look ausmacht.
Mini Mullet — kurz vorne, länger hinten
Vokuhila, aber in charmant: Der Mini Mullet ist vorne und an den Seiten strukturiert kurz, hinten deutlich länger. Die dezente Variante hat mit den grellen 80ern nichts mehr zu tun. Salonfähig wurde sie, als Paul Mescal damit bei einem Filmfestival auftauchte — seither buchen ihn auch Jungs, die vorher nie über einen Mullet nachgedacht hätten.
Sein größter Vorteil ist die Vielseitigkeit. Nach hinten gestylt wirkt er ordentlich genug für einen Familienanlass, zerzaust getragen ist er lässig für den Schulhof. Am besten kommt er mit etwas Struktur zur Geltung: ein erbsengroßer Klecks Styling-Clay in die Längen, oder Salzspray ins feuchte Haar für den Beach-Effekt. Wichtig ist ein regelmäßiger Nachschnitt der Seiten, sonst kippt der Look von „gewollt“ zu „rausgewachsen“.

Undercut & Fade — die zeitlosen Klassiker neu gedacht
Manche Schnitte gehen nie ganz aus der Mode, sie verändern nur ihre Details. Der Undercut gehört dazu. 2026 sieht man ihn oft mit einem Hair-Tattoo an der Trennlinie — feine geschorene Motive wie ein Blitz, kleine Sterne oder eine einzelne Linie. Wer es dezenter mag, kombiniert die kurzen Seiten einfach mit etwas mehr Länge oben zum Faux Mohawk.
Der Fade bleibt das Fundament fast aller aktuellen Männerschnitte. Ob Taper Fade mit Locken oder ein Textured Crop mit Skin Fade: Der weiche Übergang von der Kopfhaut zum längeren Deckhaar wirkt sauber und modern. Wie fein der Verlauf ausfällt, ist reine Geschmacksfrage — und ein Punkt, den man vor dem Schnitt kurz abstimmen sollte. Wer den weichen Verlauf im Detail verstehen will, findet bei uns eine ganze Anleitung zum Undercut mit Übergang.

K-Pop & Retro — wenn Popkultur den Haarschnitt prägt
Kaum eine Musikszene beeinflusst Jungs-Frisuren so stark wie K-Pop. Von V (BTS) bis G-Dragon setzen die Idole auf mutige Signale: asymmetrische Ponys, die tief in die Stirn fallen, und Farbe. Ein kühles Platinblond oder ein zarter Pastellton ist für viele Teenager der erste Schritt in Richtung eigener Look — am besten beim Profi gefärbt, damit das Haar die Aufhellung mitmacht.
Parallel läuft ein Retro-Revival. Curtain Bangs, also der mittig gescheitelte, zu beiden Seiten fallende Pony, sind zurück — inklusive 80er- und 90er-Volumen. Aktuelle Gesichter dieses Stils sind Harry Styles und Finn Wolfhard. Der Look braucht mittellanges, eher glattes bis leicht welliges Haar und lebt davon, dass man ihn bewusst nicht zu ordentlich stylt.

Pompadour & Icy Quiff — für den besonderen Anlass
Es gibt Tage, an denen darf es etwas mehr sein. Der Pompadour ist dafür der Klassiker: Das Deckhaar bleibt mit rund 6 cm bewusst lang und wird nach oben und hinten in Form gebracht, während die Seiten auf etwa 1 cm gekürzt sind. Das gibt Höhe und eine klare Silhouette — ein Look, der auf dem Konfirmationsfoto genauso funktioniert wie auf der Bühne. Die Geschichte hinter dem Schnitt und passende Styling-Griffe zeigen wir in unserem Beitrag zur Pompadour-Frisur im Detail.
Moderner und kühler wirkt der Icy Quiff: ein aufgestellter Quiff in eisigen Blond- oder Silbertönen, dazu ein Low Fade an den Seiten. Beide Schnitte brauchen etwas Föhn-Übung und ein Produkt mit Halt — dafür halten sie den ganzen Abend.
Buzz Cut & lässige Wellen — pflegeleicht für den Alltag
Nicht jeder Junge will morgens vor dem Spiegel stehen. Für alle, die es unkompliziert mögen, bleibt der Buzz Cut die ehrlichste Antwort: rundum auf 2–3 mm geschoren, Kopfhaut sichtbar, im Sommer angenehm luftig. Als bester Schnittzeitpunkt gilt das Frühjahr — bis zum Herbst ist er dann sanft ausgewachsen. Zwei Einschränkungen sollte man kennen: Bei abstehenden Ohren oder sehr hellblondem Haar schmeichelt der Buzz Cut oft weniger, weil er beides stärker betont.
Die entspannte Gegenrichtung sind lässige Wellen und Surfer-Haare: mittellang, luftig, mit natürlicher Bewegung. Bei jüngeren Jungs zwischen etwa 5 und 12 Jahren ist außerdem der lange Pony beliebt, ob als Curtain Bangs oder mit Seitenscheitel. Wer für diese Altersgruppe eher nach praktischen, alltagstauglichen Schnitten sucht, wird in unserem Überblick zu Schulschnitten für jüngere Jungen fündig — und für Teenager im Detail im Alters-Guide für Jungs ab 12.

Profi-Tipps nach Haartyp
- Lockiges Haar: eine walnussgroße Menge Lockencreme ins nasse Haar, mit dem Diffusor trocknen — nie durchkämmen, sonst bricht die Locke auf.
- Glattes Haar: matte Styling-Paste in erbsengroßer Menge gibt Textured Crop und Quiff Halt ohne fettigen Glanz; Pomade nur, wenn Sie bewusst Glanz wollen.
- Dickes, widerspenstiges Haar: etwas mehr Produkt und ein Föhn-Vorstyling zähmen den Wuchs; für dauerhafte Locken wächst die Nachfrage nach Dauerwellen bei jungen Männern — zuletzt rund 25 % mehr Termine als vor fünf Jahren.
- Frequenz: Fade und Buzz Cut alle 3–4 Wochen nachschneiden lassen, sonst verliert der Übergang seine saubere Linie.
Die spannendste Entwicklung an den Jungs-Frisuren-Trends 2026 ist weniger ein einzelner Schnitt als die Haltung dahinter: Textur, Persönlichkeit und ein Vorbild aus der eigenen Playlist zählen mehr als eine perfekt gescheitelte Frisur. Wer sich einen Look aussucht, sollte ihn deshalb nicht nur schön finden, sondern zum eigenen Haartyp und zum Alltag passen lassen — dann hält die Begeisterung länger als der nächste virale Clip.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Broccoli Haircut und wem steht er?
Ein Broccoli Haircut hat oben dichte, enge Locken und kurz verjüngte Seiten — der Name spielt auf die Form an. Er steht vor allem Jungs mit natürlicher Locke oder kräftiger Welle. Bei sehr glattem Haar fehlt das nötige Volumen, dort wirkt er schnell flach.
Wie style ich einen Mini Mullet richtig?
Am besten mit etwas Struktur: ein erbsengroßer Klecks Styling-Clay in die Längen oder Salzspray ins feuchte Haar. Nach hinten gestylt wirkt der Mini Mullet ordentlich, zerzaust getragen lässig. Die Seiten sollten regelmäßig nachgeschnitten werden, damit die Form erhalten bleibt.
Wie oft sollte ein Buzz Cut nachgeschnitten werden?
Etwa alle 3–4 Wochen, wenn die Kanten scharf bleiben sollen. Geschnitten im Frühjahr, wächst er bis zum Herbst sanft aus. Wer den Look bewusst länger tragen möchte, kann die Abstände strecken — die klare Linie geht dann allerdings verloren.
Welche Jungs-Frisuren-Trends sind 2026 schon wieder out?
Sehr steife, mit viel Gel glänzend nach hinten geklebte Frisuren wirken 2026 altbacken; gefragt ist matte, natürliche Textur. Auch der stark ausrasierte, extrem harte Undercut-Kontrast weicht weicheren Fade-Übergängen. Farbe und Curtain Bangs bleiben dagegen klar im Trend.
