6 Sommer-Bastelideen für Kinder: Windrad bis Sandbild
Wenn draußen die Hitze flimmert und drinnen die Langeweile wächst, retten sechs Bastelprojekte aus Papier, Klorollen und Sand den Nachmittag.
Ob Sonne, Windrad oder Sandbild – beim Basteln mit Kindern im Sommer kommen diese sechs Ideen fast alle mit Material aus, das zu Hause oder in der Kita ohnehin herumliegt. Jede Anleitung nennt das passende Alter, die genaue Materialliste und die Schritte, damit auch kleine Hände sofort loslegen können.
Für Kinder muss der schönste Sommer nicht am Bildschirm stattfinden. Mit einer Handvoll Tonpapier, ein paar leeren Klopapierrollen und etwas Bastelsand entsteht an einem einzigen Nachmittag genug Deko, Spielzeug und kleine Mitbringsel für die ganze Woche. Alle sechs Anleitungen zum Basteln mit Kindern im Sommer kommen mit Material aus, das Sie meist schon zu Hause oder in der Kita haben – vom Windrad für den Blumentopf bis zum Sandbild für die Fensterbank. Jedes Projekt trägt einen Altershinweis: Die Sonne aus Buntpapier klappt schon mit Zweijährigen, das Sandbild belohnt eher ruhige Hände ab etwa vier Jahren.
Sonne aus Buntpapier mit Sonnenbrille
Die gute Laune fängt bei einer lachenden Papiersonne an. Sie brauchen gelbes Tonpapier, einen runden Teller als Schablone, eine Kinderschere und Klebstoff. Für das Gesicht kommen schwarzes Papier für die Sonnenbrille und ein kleiner roter Mund dazu.
- Aus dem gelben Papier einen Kreis für das Gesicht ausschneiden – der Teller als Schablone macht den Rand schön gleichmäßig.
- Zehn bis vierzehn schmale Streifen schneiden, jeden leicht wölben (nicht knicken) und mit der Wölbung nach außen an die Kreisrückseite kleben.
- Sonnenbrille und Mund aufkleben – fertig ist der Sommergruß fürs Fenster.
Die gewölbten Strahlen geben der Sonne Tiefe und lassen sie fast plastisch wirken. Für die Kleinsten schneiden Erwachsene die Streifen vor; das Aufkleben schaffen dann schon Zweijährige.

Windrad aus Papier und Holzstab
Ein Windrad, das sich im Sommerwind dreht, ist der Klassiker – und einfacher, als viele denken. Das Material:
- Tonpapier in zwei Farben, quadratisch zugeschnitten (etwa 15 × 15 cm)
- Holzstab oder Schaschlikspieß mit stumpfer Spitze
- Pfeifenreiniger und ein Stück Papierstrohhalm
- Schere, Klebstoff und eine Stecknadel oder Reißzwecke
- Das Quadrat von jeder Ecke diagonal bis kurz vor die Mitte einschneiden.
- Jede zweite Ecke locker zur Mitte biegen und dort zusammenhalten – nicht knicken, damit sich das Windrad frei dreht.
- Ein etwa 4 bis 5 cm langes Stück Papierstrohhalm auf den Holzstab schieben; seine Länge bestimmt, wie voluminös und leichtgängig sich das Rad später dreht.
- Windrad, Strohhalmstück und Stab mit dem Pfeifenreiniger verbinden und alles fixieren.
Steckt man das fertige Windrad in einen Blumentopf oder ins Beet, wird aus dem Bastelstück gleich eine Gartendeko. Das Schneiden und Zusammenstecken übernehmen bei jüngeren Kindern die Erwachsenen – ansonsten eignet sich das Windrad schon für die Kleinsten, wie auch unsere Bastelideen für 2-Jährige im Sommer zeigen.

Ananas und Erdbeeren aus Klopapierrollen
Leere Klopapierrollen sind zu schade für den Müll. Mit etwas Farbe und Papier werden sie zu einer ganzen Obstschale. Für die Ananas die Rolle gelb bemalen oder mit gelbem Papier bekleben, ein Rauten-Muster mit dünnem Stift aufzeichnen und oben grüne Papierblätter einstecken. Die Erdbeere entsteht genauso, nur in Rot mit kleinen schwarzen Punkten für die Kerne; dasselbe Punkte-Muster in Grün und Rosa ergibt eine Wassermelone.
Ein Handgriff macht aus der Frucht abends ein Windlicht: Stellen Sie ein LED-Teelicht in die Ananas-Rolle, und schon leuchtet die Papierschale warm von innen. Echte Kerzen haben in Papier natürlich nichts zu suchen – die kalte LED ist hier Pflicht.

Eis am Pappteller mit Deko-Kirsche
Ein einzelner Pappteller reicht für zwei Eiswaffeln – ideal, wenn beim Kindergeburtstag mehrere Hände gleichzeitig basteln wollen. Den Teller einfach in der Mitte durchschneiden. Jede Hälfte wird zur Waffeltüte.
Bemalen Sie die Waffel-Hälften braun und ziehen Sie mit einem Zahnstocher ein Karomuster in die noch feuchte Acrylfarbe. Darüber kommen zwei bis drei „Eiskugeln“ aus buntem Tonpapier, verziert mit Pailletten, Glitzerkleber-Punkten oder Pompons. Ein kleiner rosa Pompon obenauf ist die Kirsche. Getrocknet lässt sich das Papiereis prima als Girlande für den Geburtstagstisch aufhängen.

Naturmaterial-Deko aus Sommerblumen
Der Sommer liefert das Bastelmaterial gleich mit: Gänseblümchen, Klee, kleine Wildblumen und Gräser vom Spaziergang. Auf einen ausgeschnittenen Pappkreis, den Sie zuvor dünn mit Kleber bestreichen, legen die Kinder die Blüten zu einem Muster. Frische Blumen sehen sofort schön aus, gepresste und getrocknete halten dafür monatelang.
Bekleben Sie den Pappkreis beidseitig, entsteht eine Scheibe, die von beiden Seiten wirkt – perfekt als Fensterdeko, die im Gegenlicht leuchtet. Wer lieber ein festes Motiv möchte, findet Anregungen bei unseren Fensterbildern für den Sommer.
Weil hier viel geklebt und mit den Fingern gearbeitet wird, lohnt der Blick aufs Etikett: die Verbraucherzentrale NRW rät bei Kinderbasteleien zu lösemittelfreiem Kleber, weil lösemittelhaltige Varianten Kopfschmerzen auslösen können. Ein einfacher Bastelkleber oder selbst angerührter Kleister aus Mehl und Wasser ist für Blütenblätter ohnehin die sanftere Wahl.

Sandbilder mit Strand- oder Bastelsand
Sandbilder bringen ein Stück Strand nach Hause – und funktionieren mit buntem Bastelsand genauso gut wie mit mitgebrachtem Urlaubssand. Das Prinzip ist immer gleich: erst der Kleber, dann der Sand.
Zeichnen Sie ein Motiv auf festen Karton und tragen Sie den Kleber Fläche für Fläche auf. Streuen Sie den Sand großzügig darüber, lassen Sie alles gut trocknen und schütteln Sie den Überschuss anschließend vorsichtig ab. Farbe für Farbe entsteht so ein Bild mit körniger Struktur, das man richtig fühlen kann. Beliebte Motive sind Strand mit Palme, eine Muschel oder eine Wassermelonen-Scheibe mit roten, grünen und schwarzen Sandflächen.
Weil ruhiges Auftragen und gezieltes Streuen etwas Geduld verlangen, macht das Sandbild ab etwa vier Jahren am meisten Freude. Die Jüngeren streuen einfach fröhlich drauflos – auch das ergibt am Ende ein buntes Ergebnis.

Nach der Bastelrunde bleibt fast immer etwas übrig: halbe Bögen Tonpapier, Reste Bastelsand, ein paar Pompons. Sortiert in Schuhkartons oder Gläsern nach Farben, sind sie beim nächsten Regentag sofort griffbereit – eine ordentliche Grundausstattung zum sicheren Basteln mit Kindern spart auf Dauer Zeit und Geld.
Profi-Tipps fürs Materiallager
- Reste nach Farben sortieren: ein Glas pro Farbe für Papierstreifen, Pompons und Pailletten macht die nächste Idee in Minuten startklar.
- Kleber richtig lagern: lösemittelfrei kaufen und den Deckel fest verschließen, dann trocknet nichts ein.
- Klopapierrollen sammeln: flach gedrückt in einer Schuhschachtel lagern – so passen doppelt so viele hinein.
- Trockenzeit einplanen: Sandbilder und bemalte Pappteller über Nacht liegen lassen, bevor sie aufgehängt oder verschenkt werden.
