Ferienhaus in Schweden: Stile, Seen und Look für daheim
Rotes Holz, stilles Wasser, viel Licht: Warum uns das schwedische Sommerhaus nicht mehr loslässt und was davon in jede Wohnung passt.
Ein Ferienhaus in Schweden verspricht Falu-Rot am Seeufer, helle Räume und tiefe Ruhe. Wir zeigen die schönsten Stuga-Stile, die Regionen mit den stimmungsvollsten Seelagen und wie Sie den hellen, naturnahen Look mit wenigen Handgriffen mit nach Hause nehmen.
Der Wagen rollt über einen sandigen Weg, dann wird es still. Vor Ihnen steht ein rotes Holzhaus mit weißen Fensterrahmen, dahinter blitzt ein See zwischen den Kiefern. Genau dieses Bild haben die meisten im Kopf, wenn sie von einem Ferienhaus in Schweden träumen: warmes Holz, viel Licht und Wasser direkt vor der Tür.
Doch das Land kann mehr als die klassische rote Stuga. Zwischen dem Glashaus mit Seeblick und dem rustikalen Blockhaus liegt eine ganze Bandbreite, und die schönsten Seehäuser verteilen sich von Småland bis Dalarna. Das helle, ruhige Wohngefühl bekommen Sie zur Not sogar ohne Flugticket.
Kurz gesagt
- Der Look: Falu-rotes Holz, weiße Zierleisten, helle Räume und viel Naturlicht prägen das typische Schwedenhaus.
- Die Stile: von der klassischen Stuga über moderne Glasvillen am See bis zum rustikalen Blockhaus.
- Die Regionen: Småland und Dalarna für rote Holzhäuser, die großen Seen Vänern, Vättern und Mälaren für die Seelage.
- Reisezeit: Juli und August zum Baden, Dezember bis März für Wintersport in Dalarna.
- Für daheim: Kiefer, Leinen, Weiß als Kontrast und ein paar Falu-rote Akzente holen das Gefühl in jede Wohnung.
Was ein schwedisches Ferienhaus ausmacht
Das erste Erkennungszeichen ist die Farbe. Falu-Rot, dieses satte Ochsenblut-Rot, stammt ursprünglich aus der Kupfermine von Falun in Dalarna, wo das Pigment als Nebenprodukt des Bergbaus anfiel. Auf Holz aufgetragen schützt die Farbe die Fassade und gibt dem Haus seinen typischen Ton. Dazu kommen die weißen Zierleisten an Fenstern und Ecken, der klassische Kontrast, den man auf jeder Postkarte sieht.
Drinnen geht es hell und ruhig zu. Weil die Winter im Norden lang und dunkel sind, holen die Schweden jeden Lichtstrahl ins Haus: große Fenster, helle Wände, viel Kiefernholz. Möbel gibt es nur so viele wie nötig, dafür sind sie gut gemacht. Die Idee dahinter heißt Lagom, das schwedische Wort für das richtige Maß, nicht zu viel und nicht zu wenig.
Und dann ist da die Lage. Ein echtes Schwedenhaus steht selten mitten im Ort. Es steht am Waldrand, an einem See oder auf einer Schäreninsel, oft mit eigener Sauna und einem Steg ins Wasser. Natur ist hier kein bloßer Ausblick, sondern gehört zum Haus.
Die schönsten Stile im Überblick
Ferienhaus ist nicht gleich Ferienhaus. Zwischen der roten Stuga aus Großmutters Zeiten und der Glasvilla mit Seeblick liegen Welten, und beide haben ihren Reiz. Diese fünf Stile treffen Sie in Schweden am häufigsten an.
| Stil | Das macht ihn aus | Ideal für |
|---|---|---|
| Klassische Stuga | Falu-rote Fassade, weiße Zierleisten, kleine Sprossenfenster, Kiefernmöbel | Familien und alle, die das Bullerbü-Gefühl suchen |
| Moderne Glasvilla | Bodentiefe Glasfronten, offener Grundriss, Terrasse zum Wasser | Designfans und Paare mit Sinn für Panorama |
| Skandinavischer Minimalismus | Viel Weiß, wenige Möbel, klare Linien, maximales Licht | Ruhesuchende und Fans des puristischen Looks |
| Rustikales Blockhaus | Massive Holzstämme, Kamin oder Kachelofen, gemütliche Enge | Herbst, Winter und Wandertouren |
| Schären-Cottage | Schlichtes Holzhaus am Wasser, Veranda, eigener Steg | Segler, Angler und Inselträumer |
Am meisten kopiert wird zu Hause der skandinavische Minimalismus: helles Holz, viel Weiß und nur so viel Deko, dass der Raum atmen kann. Wer den Holzlook lieber im eigenen Garten hätte, findet Anregungen in unserem Gartenhaus im Schwedenstil. Für den Urlaub gilt: Je näher am Wasser, desto ruhiger, und desto früher sollten Sie buchen.

Wo Schwedens schönste Ferienhäuser stehen
Grob gesagt: Je weiter im Süden, desto sanfter die Landschaft, je weiter im Norden, desto wilder. Vier Gegenden stechen für den Ferienhaus-Urlaub besonders heraus.
Småland ist das Bullerbü-Schweden aus den Büchern von Astrid Lindgren: sanfte Hügel, rote Holzhäuser, stille Seen und viel Wald. Familienfreundlich und genau das Bild, das viele suchen.
Dalarna gilt als das traditionelle Herz des Landes. Von hier stammen die bemalten Dalapferde, hier liegt der große Siljansee, und im Winter wird die Region zum Ziel für Langlauf und Ski.
Die großen Seen Vänern, Vättern und Mälaren bieten Wasser satt. Der Mälaren reicht bis vor die Tore von Stockholm und ist ein beliebtes Segelrevier. Häuser am Wasser haben hier oft Boot, Steg und Sauna gleich dabei.
Die Schären vor der Küste sind ein Labyrinth aus tausenden kleinen Felseninseln, viele davon nur per Fähre erreichbar. Wer es noch sonniger mag, plant seinen Urlaub auf Öland, das als sonnenreichste Ecke Schwedens gilt.

So holen Sie das Schweden-Gefühl nach Hause
Das Schöne am schwedischen Look: Er kostet wenig und lässt sich in fast jeder Wohnung nachbauen. Es geht nicht um teure Designermöbel, sondern um ein paar klare Zutaten.
Fangen Sie beim Holz an. Helle Kiefer oder Birke statt dunkler Töne bringt sofort Nordlicht in den Raum. Dazu Textilien aus Leinen und Baumwolle in Naturweiß, ein grob gewebtes Wollplaid und viel Weiß an Wänden und Regalen als heller Kontrast. Falu-Rot kommt nur als Akzent dazu, ein Dalapferd auf dem Sims oder ein rotes Kissen genügt völlig.

Wichtiger als jedes Möbelstück ist das Licht. Ein Spiegel gegenüber dem Fenster, leichte Vorhänge statt schwerer Gardinen und ein paar Kerzen für die dunkle Stunde am Abend, das ist der ganze Trick. Wer tiefer einsteigen will, findet in unseren Ideen zum skandinavisch wohnen und den skandinavische Deko-Ideen viele Beispiele zum Nachmachen.
Profi-Tipps
- Tipp: Setzen Sie Falu-Rot nur sparsam als Akzent ein, ein Dalapferd oder ein Kissen reicht, sonst wirkt der Raum schnell schwer.
- Tipp: Tauschen Sie schwere Gardinen gegen leichtes Leinen in Naturweiß, das holt das nordische Licht in den Raum.
- Tipp: Kombinieren Sie helles Kiefernholz mit Weiß und einem einzigen Grünton, mehr Farben braucht der Look nicht.
- Tipp: Ein grob gewebtes Wollplaid über der Sofalehne bringt sofort Gemütlichkeit, auch mitten im Sommer.

Praktisch geplant: Reisezeit, Sauna und Jedermannsrecht
Die beste Reisezeit hängt davon ab, was Sie vorhaben. Zum Baden und für lange helle Abende sind Juli und August am wärmsten. Wer Natur und Ruhe sucht, reist zwischen Mai und September. Und für Langlauf, Ski und lange Winternächte ist Dezember bis März in Dalarna und weiter nördlich die richtige Zeit.
Zur Grundausstattung vieler Seehäuser gehören eine Sauna, ein direkter Wasserzugang und häufig ein Boot mit Angelplatz. Nach dem Saunagang direkt in den kühlen See zu springen, gehört für viele zum Schwedenurlaub einfach dazu.
Ein Wort noch zum Allemansrätten, dem Jedermannsrecht. Es erlaubt Ihnen, die Natur fast überall frei zu nutzen, verlangt im Gegenzug aber Rücksicht:
- Erlaubt: Wandern, Beeren und Pilze sammeln sowie ein bis zwei Nächte zelten in freier Natur.
- Tabu: Zelten auf privatem Gartenland oder in Sichtweite eines bewohnten Hauses.
- Feuer: nur auf Fels oder Kies und nie bei Trockenheit, niemals direkt auf dem Waldboden.
- Grundregel: nichts zurücklassen, keinen Müll, keine Spuren.
Häufig gestellte Fragen
Kann man ein Ferienhaus in Schweden auch im Winter mieten?
Sind Hunde im schwedischen Ferienhaus erlaubt?
Braucht man für den Urlaub im schwedischen Ferienhaus ein Auto?
Was ist der Unterschied zwischen einer Stuga und einer Ferienwohnung?
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